„feste feiern“

…so lautet der Name der aktuellen Ausstellung zur Bibel in drei Ebenen des Bibelturms.
Als ökumenisches Projekt informiert die Ausstellung auf verschiedenen Ebenen über die wichtigen gemeinsamen evangelischen und katholischen Feste. Schwerpunkte liegen dabei auf Hintergründen, Bedeutungen und Geschichte.
So gibt die Bälgekammer hinter der Orgel einen Gesamtüberblick über den Kirchenjahreskreis und die Berechnung der verschiedenen Feiertage und Festzeiten.
Während des Aufstiegs werden auf drei Ebenen wichtige Ereignisse aus dem Leben und Wirken Jesu vertieft:
Auf der ersten Ebene werden die Adventszeit, Weihnachten und Epiphanias thematisiert. Der erste Advent ist der Beginn des neuen Kirchenjahres. Er dient zur Vorbereitung auf das Fest der Geburt Jesu. Wichtige Symbole dieser Zeit, wie Weihnachtsbaum und Christstollen geben über ihre Herkunft und Bedeutung Auskunft.
Die mittlere Ebene des Bibelturmes behandelt die in ihrem Charakter sehr unterschiedliche Passions- und Osterzeit. Zu finden ist hier nicht nur ein buntes Osternest. In verschiedenen Übersetzungen kann man auch Bibeltexte finden aus denen sich die Gebräuche ableiten. Die Lutherbibel 2017 schlägt den Bogen nach Wittenberg wo Luthers erste deutsche Bibelübersetzung gedruckt wurde.
Mit Ostern endet Jesu Weg nicht. Er führt weiter über Himmelfahrt nach Pfingsten. Im Andachtsraum der letzten Türmerin, auf der dritten Ebene können Sie bei leiser Taize Musik entspannen, Gedanken und Gebete in den Himmel schicken und dem symbolischen Kreuz anvertrauen. Der Heilige Geist möchte wirksam werden, das ist die Botschaft des Pfingstereignisses.
Geschichte des Bibelturms
Schon die in romanischer Zeit erbaute St. Petri Kirche besaß einen Turm mit Türmerwohnung. Die Türmer hielten Wache und bedienten Glocken und Orgel. Im umgebauten Turm lebten im 19. Jahrhundert mehrere Schneidermeister. Nach dem Zweiten Weltkrieg bewohnten Menschen aus Schlesien und Ostpreußen die Räume.
Letzte Türmerin war für fast 30 Jahre Irene Brune, die neben ihrer Küstertätigkeit Führungen anbot und Gastgeberin für manche Jugendgruppe war. Von 1986 bis 1994 stand die Wohnung leer.